Practical Experiences with the New Japanese Company Code in 2005/2006

Eiji Takahashi, Tatsuya Sakamoto

Empfohlene Zitierweise: E. Takahashi / T. Sakamoto, Practical Experiences with the New Japanese Company Code in 2005/2006, in: ZJapanR / J.Japan.L. 23 (2007) 41–50.

Abstract


In der Zeit nach der schweren Wirtschaftskrise Japans, welche Anfang der neunziger Jahre begonnen und über ein Jahrzehnt gedauert hatte, konnte die Wirtschaft des Landes bereits im Dezember 2006 nach vier Jahren und 11 Monaten die längste Hochkonjunktur seit dem II. Weltkrieg verzeichnen. Die Angst vor einer erneuten Depression hält jedoch an. Der offizielle Diskontsatz ist mit 0,4% nach wie vor ungewöhnlich niedrig. Unter diesen Umständen sind Wertpapiere für die privaten Haushalte eine attraktive Anlagemöglichkeit, und die Zahl der Privatanleger steigt seit zehn Jahren kontinuierlich. Im Rechnungsjahr 2005 gab es 38.070.000 nicht-institutionelle Aktionäre, was einem Zuwachs von 2.680.000 gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Am 1. Mai 2006 trat ein neues Gesellschaftsgesetz in Kraft. Dieses Gesetz erleichtert es Unternehmen, ihre Organisationsverfassung und Geschäftsstrategien zu ändern. Im Jahre 2006 standen die künftige Ausgestaltung und Rolle der Hauptversammlung im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Geschäftswelt. Der vorliegende Beitrag diskutiert die neuesten Entwicklungen in diesem Bereich. Analysiert werden Hauptversammlungen, die zwischen dem 1. Juli 2005 und dem 30. Juni 2006 von börsennotierten japanischen Gesellschaften abgehalten wurden.

Der Beitrag wertet Statistiken über die Hauptversammlungen im Jahre 2006 aus und vergleicht diese Daten mit jenen aus der Zeit vor der Reform, als noch die Regelungen des Handelsgesetzes einschlägig waren. Analysiert werden insbesondere die Zahl der Gesellschaften, die ihre Hauptversammlung nach dem neuen Gesellschaftsgesetz abgehalten haben, sowie die Terminierung der Hauptversammlungen, deren Dauer und das Verhältnis von privaten zu institutionellen teilnehmenden Aktionären. Ferner wird untersucht, welcher Art die Äußerungen der Einzelanleger in den Hauptversammlungen waren, welche Politik die Unternehmen bezüglich der Ruhestandsbezüge und der Dividendenausschüttung verfolgt haben und welche Abwehrmaßnahmen gegen feindliche Übernahmen vorgeschlagen wurden. Die Autoren gehen sodann abschließend auf die Reaktion der japanischen Unternehmenswelt auf das neue Gesellschaftsgesetz ein.

(Übersetzung durch die Red.)


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