Cross-Border Legal Education : Results from a Pilot Japanese-Australian Video Negotiation Project

Kent Anderson, Yoshinobu Eizumi

Empfohlene Zitierweise: K. Anderson / Y. Eizumi, Cross-Border Legal Education : Results from a Pilot Japanese-Australian Video Negotiation Project, in: ZJapanR / J.Japan.L. 19 (2005) 101–122.

Abstract


Der Artikel berichtet über ein Unterrichts-Pilotprojekt, das im Jahre 2004 unter Beteiligung der Australian National University und der Aoyama Gakuin University durchgeführt wurde. Bei diesem Projekt nahmen Jurastudenten beider Universitäten an simulierten Vertragsverhandlungen zwischen einem australischen und einem japanischen Unternehmen teil, die über eine Videokonferenzschaltung abgehalten wurden. Auf beiden Seiten wurden jeweils drei Verhandlungsteams gebildet. Außerhalb der Videokonferenzen konnten sich die einzelnen Teams mit ihrem jeweiligen Partnerteam auf der anderen Seite per E-Mail austauschen und so die Verhandlungen vorbereiten. Durch Initiierung einer „Störung“ während der Vertragslaufzeit (unerwarteter erheblicher Anstieg der Produktionskosten auf einer Seite) wurde die Fähigkeit der Studententeams getestet, sich auf die geänderten Rahmenbedingungen einzustellen und die Vertragsbeziehung anzupassen. Ein Hauptziel des Artikels ist es, die bei dem Projekt gemachten Erfahrungen vorzustellen und Personen, die an der Durchführung ähnlicher gemeinsamer Unterrichtsprojekte interessiert sind, darüber zu informieren, welche Aspekte bei der Durchführung einer solchen Veranstaltung zu bedenken sind, mit was für Schwierigkeiten dabei zu rechnen ist und welche Vorteile derartige Kooperationsprojekte in der Ausbildung von Jurastudenten bieten.

Im Rahmen des Projektes wurden die von den Veranstaltern eines früheren ähnlichen Projekts zwischen der University of Washington und der University of Tokyo aufgestellten Hypothesen überprüft. So testeten die Veranstalter, ob ein im Umfang jeweils kleineres Projekt getrennt voneinander in verschiedenen Kursen mit jeweils einem etwas anderen Thema durchführbar ist (1), ferner, ob ein weniger auf nationale Bedingungen abgestimmtes Szenario ein konstruktiveres Arbeitsumfeld für angehende international tätige Juristen bietet (2) und schließlich, ob es einen Unterschied macht, welche der beteiligten Sprachen zur Verhandlungssprache gemacht wurde, bzw. ob es vorteilhaft ist, wenn beide Sprachen nebeneinander verwendet werden können (3). Die Autoren des Artikels werben angesichts des ernormen Nutzens in der Ausbildung von Jurastudenten nachdrücklich für die Durchführung weiterer ähnlicher Kooperationsprojekte auch an anderen Universitäten.

(Deutsche Übersetzung durch die Redaktion)


Volltext:

PDF (English)