Human Flotsam, Legal Fallout: Japan’s Tsunami and Nuclear Meltdown

Robert B Leflar, Ayako Hirata, Masayuki Murayama, Shozo Ota

Empfohlene Zitierweise: Leflar, Robert B et al. Human Flotsam, Legal Fallout: Japan’s Tsunami and Nuclear Meltdown, in: ZJapanR / J.Japan.L. 34 (2012) 71–86.

Abstract


Die Autoren berichten über ihre Feldforschung im Juli 2011 in der Präfektur Fukushima. Sie haben dort praktizierende Juristen und kommunales Führungspersonal in der Stadt Fukushima und in Städten interviewt, die im März 2011 von dem Tsunami verwüstet wurden, sowie in Städten, die wenige Kilometer von dem Atomkraftwerk Fukushima Nr. 1 entfernt liegen.

Die Verfasser haben viele der zahlreichen Probleme dokumentiert, mit welchen sich die Einwohner Fukushimas konfrontiert sehen, gleich ob sie nun evakuiert wurden oder in ihren Häusern bleiben konnten. Etliche dieser Schwierigkeiten rechtlicher wie außerrechtlicher Natur sind das Ergebnis des staatlichen Handelns während und nach der Katastrophe; dies schließt auch die Verwaltung des ersten Programms für provisorischen Schadensersatz für die Opfer ein.

Die Autoren erfuhren, dass im unmittelbaren Anschluss an die Katastrophe praktizierende Juristen, namentlich Rechtsanwälte und Rechtsschreiber (shihô shoshi, Juristen mit eingeschränkter Zulassung), die unterschiedlichsten Aufgaben bei deren Bewältigung wahrgenommen haben: als Zuhörer, als allgemeine Informationsvermittler, als Experten bei der Spezifizierung von Problemen, als allgemeine Berater, Rechtsberater und Anwälte für die Opfer, als Koordinatoren in den Hilfsprogrammen und als Planer der Wiederaufbaumaßnahmen. Die Verfasser geben für alle diese Aktivitäten Beispiele, wobei sie sich auf ihre Erfahrungen als Interviewer stützen.

(Dt. Übers. durch d. Red.)


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