ecent Privatization Schemes in Japan

Tetsuzo Yamamoto

Empfohlene Zitierweise: T. Yamamoto, ecent Privatization Schemes in Japan, in: ZJapanR / J.Japan.L. 22 (2006) 149–176.

Abstract


Der Beitrag untersucht Entwicklungen im Bereich der Privatisierung staatlicher Unter­nehmen in Japan. Zunächst wird ein Vergleich mit der Entwicklung in den OECD-Staaten gezogen. Dort kam es nach jüngsten Studien zu einem Rückgang bei den Privatisierungsaktivitäten, was auf eine Verschlechterung der Wirtschaftslage, eine ge­wisse „Sättigung“ und auch auf Probleme bei verschiedenen Privatisierungs­vorhaben zurückgeführt wird. Demgegenüber kam es in Japan seit dem Jahr 2000 wieder ver­mehrt zu Privatisierungen, nachdem die Privatisierungsaktivität in den 1980er Jahren einen Höhepunkt erreicht hatte und dann in den 1990er Jahren abgeflaut war.

Im weiteren wird näher auf die Erfahrungen, die man mit Privatisierungen in den 1980er Jahren gewonnen hat, eingegangen. Dabei werden die Privatisierung im Be­reich der Telekommunikation (NTT), des Tabakmonopols (JTSPC) und der Staats­eisen­bahn (JNR) eingehend untersucht. Nach den Gründen und den wirtschaftlichen Aus­wirkungen werden vor allem die Probleme herausgearbeitet, wie sie bei jedem der drei vorgestellten Vorhaben aufgetretenen sind, aber auch vor allem wie sie generell bei Privatisierungen in Japan zu Tage treten.

Ein weiterer Abschnitt stellt verschiedene Modelle der Privatisierung staatlicher Unternehmen vor und geht auf Risiken bei gegenwärtigen Privatisierungsprojekten in Japan ein. Dabei wird die Privatisierung der japanischen Straßenbaugesellschaft und der japanischen Post untersucht.

Das Resümee des Autors ist kritisch: Japanische Privatisierungen steigerten weder die Wirtschaftsleistung, noch trügen sie zur Realisierung einer schlanken und effi­zien­ten Verwaltung bei. Es sei notwendigen, die Erfahrungen der 1980er Jahre gründlich zu untersuchen und aus den damaligen Fehlern zu lernen.


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