Space Activities and Space Law in Japan

Ingo Baumann, Olaf Christoph Achtelik

Empfohlene Zitierweise: I. Baumann / O. C. Achtelik, Space Activities and Space Law in Japan, in: ZJapanR / J.Japan.L. 13 (2002) 85–106.

Abstract


Der Aufsatz behandelt die Weltraumforschung und deren rechtliche Rahmen­be­din­gun­gen in Japan. Gegenwärtig gehört Japan zu den diesbezüglich aktivsten Nationen. Seit Be­ginn der Forschungstätigkeit im Jahre 1955 arbeitet eine Reihe von japanischen Insti­tu­tionen an verschiedenen Projekten, und auch inter­nationale Kooperationen sind viel­fältig. Mit der Weltraumforschung verbinde Japan auch ins­besondere wirt­schaft­liche und industrielle Interessen. Dabei sei es eines der Länder, das den Welt­raum­touri­smus besonders fördern möchte. Derzeit werde ver­sucht, staatliche und wirt­schaft­liche Pro­jekte stärker in eine Kooperation einzu­binden.

Japan habe die wesentlichen mul­ti­lateralen völkerrechtlichen Verträge über die Nutzung des Weltraums ratifiziert. Darüber hinaus gebe es ein Gesetz für die Errich­tung und Aufgaben der National Space Development Agen­cy (NASDA). Ein spezielles Gesetz, das private Welt­raum­for­schung von japanischen Institu­tionen reguliert, habe Japan der­zeit noch nicht. Es solle aber wie auch Deutsch­land darüber nachdenken, ein solches zu schaffen, da die Über­wachung privater Aktivitäten nach dem Völkerrecht den Staaten über­lassen sei, von denen sie ausgehen. Ferner existiere noch das Grund­gesetz über Wissen­schaft und Tech­nologie, das die staat­liche Beteiligung im Rahmen allgemeiner wis­sen­schaftlicher und tech­ni­scher For­schungs­projekte regele sowie ver­schiedene zwi­schen­staatliche Ab­kom­men zur Koope­ra­tion bei der Weltraumforschung, ein­schließ­lich des Betriebes der Inter­na­tional Space Station (ISS).                

 (die Red.)


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