An Enlarged Role for Probation in Japan to Reduce Drug Offending

Andrew R. J. Watson

Empfohlene Zitierweise: A. R. Watson, An Enlarged Role for Probation in Japan to Reduce Drug Offending, in: ZJapanR / J.Japan.L. 43 (2017) 175–203.

Abstract


Der Beitrag erläutert zunächst die Ursprünge und die administrative Handhabung der Strafaussetzung zur Bewährung und beschreibt sodann die Rollen, die professionelle und freiwillige Bewährungshelfer in Japan spielen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Rekrutierung, das Training, das Alter, den sozialen Hintergrund und die Art der Tätigkeit der freiwilligen Bewährungshelfer sowie auf die Ausgestaltung der Bewährungszentren gelegt. Der Verfasser analysiert die Vorzüge des japanischen Systems der freiwilligen Bewährungshilfe und stellt verschiedene auf freiwilliger Basis errichtete Einrichtungen zur Unterstützung des Bewährungssystems einschließlich sogenannter halfway houses vor. Sodann kontrastiert er die traditionellen Arten der Überwachung mit neuen Entwicklungen in Form von Strafaussetzungen und Bewährung. Anschließend geht es um die Historie und dei moderne Praxis des Drogenmissbrauchs in Japan, die populäre Strategie von „Null Toleranz“ und Bestrafung sowie die unzureichenden Möglichkeiten für Drogenabhängige, medizinische und psychologische Betreuung zu erhalten. Ferner werden die ersten Schritte dargestellt, die seit Mitte der 2000er Jahre unternommen wurden, um eine Be­hand­lung zu ermöglichen, wenn auch zunächst im Rahmen des Strafvollzugs, die zu der Praxis der Strafaussetzungen im Zusammenhang mit der Bewährung führten. Diese Entwicklung wurde durch die hohe Rückfallquote und die zunehmende Überzeugung vorangetrieben, dass eine Strafaussetzung zur Bewährung zielführender sei, wie auch durch die wachsende allgemeine Einsicht, Drogenabhängigkeit als eine Krankheit einzustufen. Die aktuelle Diskussion dreht sich um die Fragen, in welchem Umfang die Gerichte von diesen Möglichkeiten Gebrauch machen werden, welche Anforderungen diese an die Bewährungshilfe stellen werden, und in welchen Umfang medizinische, psychologische, Unterbringungs- und Beschäftigungshilfe zur Unterstützung der Drogentäter erforderlich werden wird, um die Rückfallquote zu reduzieren und die Rehabilitation zu fördern.

(Die Redaktion)


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