Young Migrants from Big Cities: Measures for Dealing with the Shortage of Legal Services in Japan

Takayuki Ii

Empfohlene Zitierweise: T. Ii, Young Migrants from Big Cities: Measures for Dealing with the Shortage of Legal Services in Japan, in: ZJapanR / J.Japan.L. 27 (2009) 59–80.

Abstract


Um die ungleiche geographische Verteilung von niedergelassenen Anwälten in Japan und die dadurch entstandene Verknappung juristischer Dienstleistungen in vielen ländlichen Gegenden anzugehen, haben die Japanische Anwaltsvereinigung und die japanische Regierung seit den 1990er Jahren vielfältige Reformmaßnahmen lanciert. Dabei wurden unter anderem Zentren zur Rechtsberatung, Anwaltskanzleien der durch die Anwaltsvereinigung unterstützten Himawari-Stiftung und lokale Büros des Japanischen Rechtsberatungszentrums gegründet. Dieser Beitrag setzt sich mit der Arbeit von Anwälten in Himawari-Kanzleien auseinander und geht dabei folgenden Fragen nach: (1) Warum lassen sich Anwälte kaum in ländlichen Gebieten nieder? (2) Trifft die Theorie, dass der Anwaltsberuf ein extern bestimmtes Sozialsystem ist, auf Japan zu? Der Autor gibt zunächst einen Überblick über die Maßnahmen gegen den Mangel an juristischen Dienstleistungen. Dann untersucht er auf der Grundlage von Interviews und Erhebungen anhand von Fragebögen die juristische Beratungspraxis und Arbeitsweise von Anwälten im Nordosten Japans (Tôhoku), einem typischen Gebiet mit Juristenmangel. Abschließend beantwortet er die erste Frage damit, dass die Lebensqualität in ländlichen Gebieten eher niedrig und auch die tägliche Arbeit der Anwälte in diesen Gegenden schwierig ist. Als Antwort auf die zweite Frage stellt er fest, dass die Rechtspraxis von Himawari-Anwälten sicherlich bis zu einem gewissen Grad von der „Gemeinschaft“ bestimmt wird, dass aber die Entstehung von Himawari-Kanzleien selbst anscheinend sowohl intern von den „Anwälten“ als auch extern von der „Gemeinschaft“ vorangetrieben wurde.

(Übersetzung durch d. Red.)


Volltext:

PDF (English)