Harmonization of Competition Laws in a Global Economy: A Japanese Perspective

Toshiaki Takigawa

Empfohlene Zitierweise: T. Takigawa, Harmonization of Competition Laws in a Global Economy: A Japanese Perspective, in: ZJapanR / J.Japan.L. 14 (2002) 154–168.

Abstract


Angesichts der zunehmenden Vernetzung der nationalen Märkte und der großen Bedeutung global aktiver Großunternehmen in der heutigen Zeit erscheint die Harmonisierung der verschiedenen Rechtssysteme in Fragen des Kartell- und Wettbewerbsrechts als eine wichtige Aufgabe. Der Autor sieht vor allem die Welthandelsorganisation (WTO) als wichtiges Forum an, um derartige Entwicklungen voranzutreiben und die bestehenden unterschiedlichen Interessen und Konzepte, insbesondere diejenigen der USA, der EU und Japans miteinander in Einklang zu bringen. Wichtiger noch als die Harmonisierung des materiellen Rechts sei aber zunächst die Einigung in Verfahrens-fragen, insbesondere über die Frage, welches Land mit seinen Behörden primär für die Prüfung von Fällen zuständig sei, die verschiedene Märkte gleichzeitig beträfen. Der Verfasser schlägt vor, daß dies das Land sein solle, das mit den betreffenden Unter-nehmen die engsten Verbindungen unterhält. Gleichwohl ist er aber der Auffassung, daß es sich dabei um keine ausschließliche Zuständigkeit handeln dürfe, da die Aus-wirkungen auf verschiedene Märkte gegebenenfalls unterschiedliche Maßnahmen erfordere. Bei der Harmonisierung des materiellen Rechts unter dem Dach der WTO sei das wichtigste Ziel nicht länger (nur) die Sicherung eines freien Marktzugangs, sondern vor allem eine klare Ausrichtung auf den Wettbewerb auf der Grundlage des Effizienz-gedankens.

(Die Redaktion)


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